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[4] Allein in der Finsternis

Es ist alles grau, dunkel und kalt, ich liege auf einem Moosteppich mitten im Wald.. Ich habe keine Ahnung, wie ich hierher gekommen bin.. Ich höre laute Schreie, doch ich weiß nicht, wo sie her kommen. Es klingt seltsam, wie die Schreie eines Babys, langsam wird mir mulmig. Sie werden immer lauter und lauter, mein Herz pocht, der Puls steigt. Ich höre Schritte aus der Ecke, sie kommen immer näher.. Immer näher und näher, der Boden bebt wie die Schritte eines Riesen. Verdammt!!! Ich schreie: „Hiiiiiiiiiiiiiiiiilfeeeeeeeeeee!!!!!!!“ Und renne weg, hauptsache weg von diesem Ort..  Doch die Schritte verfolgen mich, mein Herz rast, ich kann schon fast nicht mehr. Ich sehe nicht wohin ich renne, es ist sehr neblig, doch eines kann ich erkennen, ich sehe eine Lichtung.. Die Schritte immer noch zu hören, meine Beine tun weh, ich renne durch ein Blaubeerengebüsch.. Plötzlich stolpere ich über einen Ast, den ich übersehen hatte, mein Bein total zerkratzt, ich liege kurz am Boden.. Doch ich merke, die Schreie und Schritte sind verschwunden, ich laufe weiter, es fliegen schwarze Krähen an mir vorbei und ich denke nichts gutes.. Dieser Wald ist die Hölle alles schwarz und grau, ich will weg hier.. Die Krähe schreit mich an, sie rekrutiert einen Schwarm von Krähen.. Ich dachte zuerst sie verfolgen mich, doch dann sehe ich da vorne, wo ich die Lichtung gesehen hatte, die aber verschwunden ist, eine Bahnschiene.. Ich laufe an der Bahnschiene entlang umringt von Nebel, die Krähen verfolgen mich ohne mir was zu tun.. Ich sehe graue Flüsse mit toten Fischen, es ist immer noch dunkel, die Nacht scheint kein Ende zu haben..

 

 

Laufe immer weiter der Bahnschiene entlang umringt von schwarzen Krähen, und umso mehr ich ihnen mich nähere, fangen sie an auszuticken.. Aus den Wäldern ein lautes Heulen, es klingt wie ein Wolf.. Auf einmal wieder dieses laute Rascheln, es kommt aus dem Gebüsch, es kommt immer näher auf mich zu gerannt.. Ein großer Wolf, er bellt und versucht mich anzugreifen, ich renne der Bahnschiene entlang, das Problem ich kann von der Bahnschiene nicht mehr runter, umringt von Nebel und Krähen renne ich trotzdem weiter..

Über die Zugbrücke, sie ist so hoch das man nicht mal ins Tal runter blicken kann wegen dem Nebel.. Die Brücke ist sehr wackelig und morsch, mir bleibt nichts anderes übrig als zu rennen… Ich kann schon nicht mehr, diese Angst, doch ich habe immer noch Kraft..

Ich sehe kein Ende der Brücke, aber umso mehr sie wackelte, desto größer die Panik! Der Nebel zieht weg, ich bin auf der anderen Seite des Waldes, der Wolf rennt immer noch etwa 20 Meter hinter mir.. Aus einem Knarren wird ein lauter Knall, die Brücke stürzt ein.. Der große Wolf fliegt zusammen mit den eingestürzten Teilen der Brücke das Tal hinunter und schreit laut! Allerdings bin ich immer noch von den Krähen umgeben und denke:  „Fuck, wie werde ich die nur los?“ Am Ende des Waldes eine Waldhütte, sie ist allerdings verschlossen..

Hinter der Hütte finde ich eine Kiste, in der so ziemlich alles drinnen ist was man braucht.. Eine Axt, ein Messer, Ein Kompass und eine alte Taschenuhr.. Ich nehme die Axt und schlage mehrmals gegen die Tür, bis sie endlich offen ist.. Ein krasser Verwesungsgeruch ist zu riechen, in der Hütte ist sonst auch nicht viel zu sehen, außer eine Matratze, ein Küchenschrank und ein alter Fernseher.. Der Verwesungsgeruch ist allerdings so übel, das mir fast schlecht wird.. Ich finde eine weitere Tür, die in den Keller führt, plötzlich sehe ich am Boden was liegen.. Es sieht aus wie ein Mensch, verdammt, jetzt bin ich geschockt.. Ich kotz fast ab vor allem wegen dem Gestank und was ich da gerade sehe, eine verweste kopflose Leiche, neben dran liegend eine Schrotflinte.. Plötzlich höre ich von draußen, dass die Schreie immer lauter werden.. Ich guck aus dem Fenster und sehe, alles voller Krähen und Wölfe.. Ich nehm die Schrotflinte und schieße einen nach dem anderen ab, bis plötzlich die Schrotpatronen alle sind.. Ich suche noch schnell nach Patronen, doch nichts zu finden, verdammt, jetzt war ich aufgeschmissen..

Es rennt ein großer Wolf in die Hütte rein, beißt mir ins Bein.. Ich nehm die Axt und schlag nach ihm, doch er weicht meinen Schlägen aus.. Eine Krähe beißt mir ins Ohr, es kommen immer mehr Wölfe und Krähen. Ich wache schreiend auf und denke: „Puh alles nur ein Traum..“ ;)

Leon Pride

Vielen Dank an Leon, dass er uns erlaubt hat, seine Kurzgeschichte zu veröffentlichen! Bitte fragt ihn um Erlaubnis, wenn ihr etwas von seinem Material veröffentlichen wollt. Besucht auch seine Facebookseite, um seine anderen Gedichte zu lesen.


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