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Mad Father [Review]

Der RPG Maker hat uns ein neues Abenteuer beschert, es nennt sich „Mad Father“ und könnte als eine grafisch stärkere Version von Ib angesehen werden. Die Spiele wurden nicht von derselben Person erstellt und haben außer dem Genre des Horror-RPG nichts spezifisches gemeinsam.

Wie auch in Ib spielen wir hier ein kleines Mädchen namens Aya. Standort der Geschichte ist übrigens Norddeutschland und wie wir wissen ist der Name Aya dort weiterverbreitet. Das Spiel ist auf Englisch, man kann im Laufe des Spiels aber deutsche „Texte“ finden. Ayas Vater, der „Mad Father“, ist ein Forscher, was er genau erforscht erfährt man selbstverständlich im späteren Spielverlauf. Man sieht einige Rückblenden in diesem Spiel, unter anderem wie Aya Schreie und Kettensägegeräusche aus dem Keller, genauer gesagt dem Arbeitszimmer ihres Vaters, hört. Ayas Mutter verstarb, doch ihr Vater kümmert sich liebevoll um sie. „She is my most precious…“ Eines Nachts hört Aya einen Schrei  aus dem Keller, diesmal glaubt sie, ihrem Vater sei etwas zugestoßen. Schon als sie aus dem Zimmer geht, merkt sie, dass etwas nicht  stimmt. Kurz darauf begnet man schon den ersten Gegnern. Und wie es sich für Horror-RPGs gehört kann man sich nicht wehren und muss weglaufen. Auch die Mini-Kettensäge, die man später findet, kann nicht gegen Gegner eingesetzt werden, weshalb man immer gezwungen ist wegzulaufen. Jedoch wie bereits gesagt, das gehört dazu, man braucht eine Herausforderung!

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Man begibt sich also auf die Suche nach Ayas Vater und muss dabei einige Rätsel lösen. Ich persönlich fand die Rätsel nicht so schwer wie in Ib. Die Story ist gut durchdacht und wird durch die vielen Rückblenden ergänzt. Mehrere Endings dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Die Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen, wobei Ib mich auf dieser Ebene mehr berührt hat als Mad Father. Das Charakterdesign ist aber besser ausgefallen als in Ib und bietet mehr Vielfalt. Die Musik gefällt mir bei Mad Father sehr, sie passt eigentlich immer zur Situation. Im Spiel selbst gibt es viele kleine (meist überraschende) Quick-Time-Events, die sehr gut zur Atmossphäre passen

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Zusammenfassend kann man sagen, dass Mad Father ein sehr gelungenes Spiel ist. Ein Muss für jeden Horror-RPG- oder RPG-Maker-Fan! Wem Ib zu verpixelt war oder wer auf Anime-Zeichnungen steht, sollte sich das Spiel ebenfalls mal anschauen. Downloaden kann man das Spiel hier.