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iPad Mini mit Retina-Display – Doppelt so scharf, doppelt so gut?

Neben dem iPad Air, über welches wir bereits berichteten (iPad Air – Mehr Update statt Upgrade?), hat Apple vergangenen Dienstag auch das neue iPad mini vorgestellt, welches leider ein wenig im Schatten seines großen Bruders unterging. Doch nur, weil weniger verändert wurde ist es noch lange nicht weniger erwähnenswert. Aus diesem Grund berichten wir euch nicht nur über die Neuerungen, sondern auch warum das iPad mini für manche Verbraucher besser geeignet ist als das iPad Air.

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Neues Display – Doppelte Auflösung

Wie man bereits erwarten konnte, hat Apple dem iPad mini ein Retina-Display verpasst, welches nun die gleiche Auflösung wie das iPad Air bietet. Daraus ergibt sich eine Pixeldichte von 324 ppi (pixel per inch), was der Pixeldichte des iPhone 4 – 5S entspricht. Da man ein iPad für gewöhlich etwas weiter weghält als ein kleines Smartphone, sollte diese Pixeldichte ein nahezu kantenfreies Bild für das menschliche Auge bieten. Während es für uns ein angenehmes Gimmick vorallem beim Lesen von eBooks oder beim Darstellen von Bildern ist, sind Retina-Displays vorallem für Sprachen mit komplexeren Zeichen wie beispielsweise Chinesisch sehr wichtig, da Schriften besser erkennbar werden und somit mehr Zeichen auf gleichem Platz angezeigt werden können.

performance_heroVertrautes Design

Das Design wurde vom Vorgängermodell übernommen und passt sich weiterhin geschmeidig in das Designkonzept des iPod touch und iPad Air ein. Während es allerdings vorher mit einer schwarzen Alumiumrückseite verkauft wurde, ist das neue iPad mini nun in Space Grey bei schwarzer Front erhältlich. Das iPad mini mit weißer Front und silberner Rückseite ist weiterhin erhältlich.
Einzig die Dicke des neuen iPad minis  hat sich geringfügig geändert. So ist es nun 0,3mm dicker, bei weitem nicht so gravierend wie der Unterschied zwischen iPad 2 und 3, welcher bei 0,81mm lag. Bestehendes Zubehör sollte in den meisten Fällen noch passen, ein kompletter Neukauf für Umsteiger ist daher nicht nötig.

Kleiner Kraftprotz

Für viele war das bisherige iPad mini zu leistungsschwach und veraltet. Das soll sich mit der neusten Generation allerdings ändern. Sie erhielt den gleichen 64-bit-Prozessor, den auch das iPhone 5S und das iPad Air antreibt. Genaue Benchmarks wurden zwar noch nicht veröffentlicht, wir gehen aber von einem relativ guten Wert aus, der knapp unter dem iPhone 5S liegen sollte.
Der Akku wurde stark verbessert, damit die Laufzeit des Tablets gleichbleibt, da die neuen Bauteile mehr Energie benötigen. Damit soll das Tablet rund 10 Stunden bei normaler Benutzung durchhalten, wir schätzen diesen Wert in der praxis auf rund 8 Stunden.

Preiswireless_hero

Das neue iPad mini wird für den Preis von 389€ in der kleinsten Version (16GB) erhältlich sein. Das alte iPad mini wird für rund 289€ weiterhin erhältlich sein und somit das kleinere Pendant zum iPad 2 sein, welches 379€ kostet. Somit wird das alte iPad mini zur günstigsten Einstiegsmöglichkeit in die Welt der iOS-Tablets.

iPad Air oder iPad mini?

Wer vor hat, eines der beiden Geräte zu erwerben, wird sich schwer tun. Es handelt sich leistungstechnisch um nahezu das gleiche Gerät, lediglich die Bildschirmdiagonale unterscheidet sich erheblich. Hier entscheidet also nur noch der Benutzungszweck. Wer gerne Filme schaut, das iPad zum Surfen und Spielen im Wohnzimmer benutzt, wird mit dem iPad Air sicherlich besser bedient. Wer allerdings sein iPad gerne in Bus & Bahn dabei hat und wenig Wert auf große Bildschirme legt, wird mit dem neuen iPad Mini vollkommen zufrieden sein.

 

(Bild-)Quelle: Apple.com