Gaming-Mythen #1 (Halloween-Special) – Herobrine & Ben Drowned

In diesem Beitrag werde ich euch zwei interessante Mythen aus der Spielewelt vorstellen. Manche von euch kennen sie bestimmt schon, denn sie sind sehr bekannte Creepypastas. Die Rede ist von „Herobrine“ und „Ben Drowned“.

Herobrine

Der Herobrine-Mythos hängt mit Minecraft zusammen. Der Mythos begann in einem Forum. Dort gab es Posts von einem User, dem komische Ereignisse passierten. Im Single-Player-Modus konnte der Spieler in der Ferne ein Gestalt sehen, die ihn aus der Ferne beobachtet, doch wenn man sich ihr näherte war sie verschwunden. Auf der Map fanden sich Tunnel, die nicht von ihm gegraben wurden, perfekte Pyramiden aus Sand fanden sich auf dem Wasser.

Nach einigen Recherchen kam der User auf den Schluss, dass der „Geisterspieler“ ein Schwede namens Herobrine war, der Bruder von Notch. Notch bestätigte dies, fügte aber hinzu, dass dieser Bruder nicht mehr unter uns weilte. Der Spieler hat seitdem Herobrine nicht mehr finden können. Hier ist auch das Ende der Creepypasta.

Nun zu den Fakten des Mythos. Notch selbst behauptet, er hatte nie einen Bruder (zum Tweet). In diesem Tweet bestätigte er auch, dass es nie einen Herobrine in Minecraft gegeben hat. Ebenfalls haben sich alle Bilder zu Herobrine entweder als Fake oder als Screenshots eines Mods herausgestellt. Bislang gibt es also keine Beweise, dass es Herobrine je in Minecraft gegeben hat. Allerdings zieht Notch in Erwägung, Herobrine (oder so etwas in der Art) in das Spiel zu implementieren. Inzwischen gibt es schon einige Running Gags zu Herobrine in Minecraft wie z.B. das Auflisten in den Changelogs „removed Herobrine“. Man kann also mit Sicherheit sagen, dass Herobrine nicht existiert (zumindest im originalen Minecraft). Dennoch hat die Geschichte einen gewissen Gruselfaktor, da sie trotz allem plausibel erscheint.

Hier gehts zur Creepypasta.

Ben Drowned

Nun kommen wir wohl zu DER Creepypasta schlechthin. Doch was genau macht Ben Drowned zu der Creepypasta, die sie ist und was unterscheidet sie von anderen?
Zuersteinmal gibt es im Unterschied zu anderen Creepypastas nicht nur Bilder, sondern sogar Videobeweise. Diese will ich euch nicht vorenthalten und ich empfehle euch auch diese anzusehen.
Die Geschichte zu Ben Drowned begann mit einer Person namens Jadusable, der von einem Freund eine alte Nintendo 64 geschenkt bekommt. Da er selbst keine Spiele besaß, kaufte er auf einem Flohmarkt ein paar Spiele. Dort traf er auch einen alten Mann, der ihm „The Legend Of Zelda – Majora’s Mask“ schenkte. Beim Abschied sagte der alte Mann etwas wie „Goodbye then“ (zu Deutsch: „Bis dann“). Als Jadusable zu Hause das Spiel startet, gibt es bereits einen Spielstand namens „BEN“. Dort kommt ihm auch der Gedanke, dass der alte Mann nicht etwa „Goodbye then“, sondern „Goodbye Ben“ (zu Deutsch: „Auf Wiedersehen, Ben“) gesagt haben könnte. Nachdem er einen neuen Spielstand erstellt hat, bemerkt Jadusable relativ schnell, dass etwas nicht stimmt. Obwohl er seinen Charakter standardmäßig „Link“ genannt hat, sprechen alle Charaktere ihn mit „BEN“ an.  Trotz Löschen des alten Spielstandes, bleibt dies so. Ebenso häufen sich Bugs im Spiel wie Musik läuft rückwärts, NPCs fehlen oder gar die Umgebung. Am gruseligsten ist allerdings, dass ihm die ganze Zeit die Statue der „Elegie des leeren Herzens“ folgt (Anmerkung: Die Elegie des leeren Herzens ist ein Lied auf der Okarina für Majoras Mask, um eine Statue von sich selbst zu erstellen, um z.B. Schalter zu beschweren). Kurz darauf erscheinen auch die ersten Videobeweise von Jadusable auf seinem YouTube-Channel.
Jadusable beschloss, den alten Mann aufzusuchen, doch dieser war bereits weggezogen. Ein freundlicher Nachbar klärte ihn auf und beantwortete ihm die Frage, wer denn Ben sei. So war Ben ein kleiner Junge, der bei einem schlimmen Unfall ums Leben kam. Beim Weiterspielen öffnete sich ein neuer Spielstand namens „DROWNED“ unter „BEN“.  Übersetzt hieß das also „BEN ERTRANK“. War das das Schicksal, das Ben damals ereilte? Beim Starten des Spielstandes „DROWNED“ erscheinen die berühmten Worte „You shouldn’t have done that“ (zu Deutsch. „Du hättest das nicht tun sollen“). Die komischen Ereignisse häuften sich immer mehr. Nicht nur im Spiel wurde er von Ben geplagt, auch in seinen Träumen erschien die Statue, die wohl eine Verkörperung von Ben war. In einer Nachricht wurde er auf Cleverbot, einer KI, mit der man online chatten kann, verwiesen. Doch es schien, als würde nicht Cleverbot, sondern Ben mit Jadusable schreiben. Schließlich verschwand der Spielstand „BEN“ und ein Spielstand namens „MATT“ tauchte auf. Es stellte sich heraus, dass Matt der Bruder von Ben und Mitglied in einer okkultistischen Sekte war. Um seine okkultistischen Ansichten zu beweisen, brachte Matt erst sich selbst und nach seinem Tod Ben (indem er ihm im Pool ertrank) um.

Nun kommen wir zum Fazit. Hier gibt es von mir aus nicht viel zu sagen, denn Jadusable selbst hat sich hierzu geäußert.  Er veröffentlichte ein Video, in dem er klarstellte, dass „Ben drowned“ eine Fake-Story sei, die er selbst geschrieben hatte. Meiner Meinung nach, eine sehr gute Story, die sehr echt gewirkt hatte durch all die Videobeweise und den Blog. Bislang ist dies die plausibelste und spannendste, vorallem aber gruseligste(Gaming-)Creepypasta, die ich kenne. Ich kann euch nur ans Herz legen euch die Videos von Jadusable anzusehen und das Hörspiel zu Ben Drowned auf YouTube anzuhören.
Hier geht es zu Jadusables YouTube-Channel.

In diesem Sinne: Happy Halloween.