Gaming-Mythen #11 – Menschen werden zu Pokémon
Es ist wieder Zeit für einen neuen Gaming-Mythos, diesmal gibt es sogar sehr konkrete Anhaltspunkte für diesen Mythos. Wiedermal dreht es sich hierbei um Pokémon, in diesem Fall darum, dass Menschen zu Pokémon werden können.
Das erste Pokémon, das wir hier betrachten, ist Kadabra. Der Eintrag im Pokédex in Feurrot besagt: „Es geschah eines Morgens: Ein Junge mit zusätzlichen sensorischen Kräften erwachte in seinem Bett und wurde zu KADABRA. “ Einen ähnlichen Eintrag gibt es auch in Smaragd: „Man sagt, dass ein Junge mit Psykräften beim Assistieren von Untersuchungen im Bereich des Parasinnlichen plötzlich zu KADABRA wurde.
Ein Junge mit Psykräften wurde zu Kadabra, wahrscheinlich aus Nachwirkungen über parasinnliche Experimente.  Kadabra ist ein Psychopokémon und durch seine Psykräfte bekannt, dieser Punkt spricht also dafür.
Das Design von Kadabra basiert auf einem Kitsune, einem japanischen Rotfuchs und einem Mentalisten, daher der Löffel. Ein Mentalist arbeitet viel mit psychischen Tricks wie Gedanken lesen, Gegenstände bewegen ohne sie zu berühren oder eben Löffel nur durch die Kraft seiner Gedanken zu verbiegen. Dies trifft durchaus auf Kadabra (und auch viele andere Psycho-Pokémon) zu. Ebenso läuft Kadabra auf zwei Beinen und wird zu den Humanotypen gerechnet. Als Simsala und Mega-Simsala wirkt es auch zunehmend menschlicher.
Sein japanischer Name „Yungerer“ basiert auch auf einem echten Mentalisten namens Uri Geller, der daraufhin sogar vor Gericht zog. Die Klage wurde abgewiesen.
Hierzu gibt es auch ein Video von Sam Gray (ab 6:35 geht es um Kadabra):
Das nächste Pokémon wäre Makabaja aus der 5. Generation. Auch hierzu gibt es Pokédex-Einträge:
Seine Maske ist ein Abbild des Gesichts, das es als Mensch hatte. Manchmal weint es, wenn man ihm in die Augen sieht. “ (Weiß, Y), „Es entsteht aus den Seelen von längst begrabenen Menschen und kann sich noch immer an deren Vergangenheit erinnern. “ (Schwarz 1 & 2, Weiß 2, X)
Makabaja war also früher ein Mensch und die Maske stellt das Gesicht dieses Menschen dar. Nicht nur kann es sich daran erinnern, was zu seinen Lebzeiten passierte, es empfindet sogar Emotionen, wenn man ihm in die Augen schaut, es beginnt zu weinen. Warum es weint, könnte verschiedene Gründe haben, vermutlich aber weil es durch die Person an sein eigenes Leben erinnert wird un diesem hinterher trauert.
Makabaja ist ein Geist-Pokémon, was logisch ist, wenn es einen verstorbenen Menschen widerspiegelt. Die Maske ist eine Totenmaske, spiegelt also tatsächlich das Gesicht eines verstorbenen wider. Die Frage ist hier, wie ein Mensch nach seinem Tod zu einem Makabaja wird. Vielleicht war er ein schlechter Mensch zu Lebzeiten und findet deshalb keinen Seelenfrieden, vielleicht reicht aber auch schon die Tatsache, dass es eine Totenmaske des Menschen gibt.
Dann hätten wir noch Paragoni Geist-Pflanzen-Pokémon aus der X und Y. Der Pokédex-Eintrag aus Pokémon Y  besagt folgendes: „Bei diesen Pokémon soll es sich um die Seelen von Kindern handeln, die sich im Wald verliefen und ums Leben kamen und nun in Baumstümpfen hausen.
Ähnlich wie bei Makabaja handelt es sich hier um Seelen Verstorbener, jedoch gibt es hier genauere Anhaltspunkte. Die verstorbenen Kinder, die sich im Wald verliefen, spukten als Geister in Baumstümpfen weiter. Man trainiert hier also kleine tote Kinder in Baumstümpfen, die im Wald verstorben sind. Ein Geist-Pflanze-Typ macht das aufjedenfall plausibel.
In der Fleetburg-Bibliothek (4. Generation) findet man auch einige Volkssagen. Hierbei treten besonders 2 dieser Volkssagen hervor. „Einst lebte ein Pokémon in einem Wald. In diesem Wald legte das Pokémon seine Haut ab und schlief wie ein Mensch. Als es erwachte, hatten Menschen seine Haut genommen und übergezogen. Sie plünderten Dörfer in der Gestalt dieses Pokémon.“ (Sinnoh Volkssage 2), „Einst lebten Pokémon, die den Menschen sehr nahestanden. Einst gab es Menschen und Pokémon, die am selben Tisch speisten. Einst gab es eine Zeit, als keine Unterschiede zwischen diesen gab.“ (Sinnoh Volkssage 3)
Früher waren Pokémon und Menschen gleich, ebenso gab es damals wohl auch Pokémon, die wie Menschen aussahen. Zur zweiten Sinnoh Volkssage gibt es die Theorie, dass es sich hierbei um Zurokex (5. Generation) handelt.
Wenn man nun weitere Pokémon betrachtet, könnte auch Maschock (und seine Entwicklungsformen) in Frage kommen. Vielleicht war es hier ein Experiment, um Menschen stärker zu machen, ähnlich wie die Untersuchungen bei Kadabra. Allgemein wirken viele Kampfpokémon sehr menschlich.
Jedoch können nicht nur Menschen zu Pokémon werden, auch Gegenstände könnten Pokémon. Einfache Beispiele wären hierbei Kleinstein, Rotom oder auch Banette. Banette hat hierbei eine gruslige Story, die ich hier aber nicht behandeln werde. Vielleicht in einem späteren Gaming-Mythos?
Nun meine Fragen an euch: Welche Pokémon meint ihr, könnten außerdem aus Menschen entstanden sein? Wollt ihr noch mehr Pokémon Mythen haben? Habt ihr Theorien warum oder wie Menschen zu Pokémon werden könnten? Schreibt es als Kommentar oder in das Forum!